die trailtour schlechthin
nachdem es am abend vorher wieder geregnet hatte, strahlte uns morgens wieder die sonne aus einem blauen Himmel entgegen und wir entschlossen uns den monte roen in angriff zu nehmen. allerdings verzichteten wir auch heute wieder auf die schweißtreibende auffahrt, da wir diesmal einen reinen trailurlaub ohne große anstzrengungen machen wollten. also ging es von kurtatsch aus erstmal durch die obstplantagen zum kalterer see und nach kaltern bis zur talstation der standseilbahn auf den mendelpass. diese fahrt war bei fast 30° und schwülem wetter schon anstrengend genug. man hat ja schließlich urlaub.
nach ein paar minuten waren wir dann auch schon oben und los ging es mit der gipfelbesteigung. wir folgten immer dem gut markierten weg 521 in richtung roen, der bis zur halbweghütte ein gut zu fahrender schotterweg ist, der allerdings stellenweise etwas steiler zur sache geht. ab der hütte verwandelt sich der weg in einen ausgewaschenen waldtrail, der stellenweise jeden zum schieben zwingt, allerdings war das sehr schnell überstanden und wir konnten auf besten schotterpisten und waldwegen den restlichen weg zur malga roen ohne nennenswerte schwierigkeiten zurücklegen.
an der malga war dann auch klar wieso der weg wie der nicht gefegte boden eines pferdestalls aussah...
die komplette immenhofbesatzung inklusive winnteous erben war schon da, pferde streunten durch doie waldhänge, als cowboys verkleidete (inklusive lederhosen mit lustig flatternden riemchen) männer rauchten und tranken kaffee aus blechnäpfen.
allzu lange wollten wir dann nicht warten und fuhren weiter auf dem steilen schottertrail bergan richtung gipfel. und diese letzten 350 höhenmeter erwiesen sich die absolute uphillprüfung. zwar fahrbar, aber wahnsinnig anstrengend, da immer wieder grobschotterpassagen mit stufen abwechselten und die steigung niemals richtig angenehm war. zuguterletzt musste geschoben werden, da im von uns so benannten märchenwald der weg durchs nadelgetsrüpp führte und man nur noch gebückt laufen konnte. es begegneten uns mehrere ungläubige wanderer, die nicht so ganz den spaß nachvollziehen konnten, uns aber dennoch anfeuerten. oben angekommen genossen wir erstmal die geniale aussicht, die von den dolomiten im osten bis zur brenta südwestlich des gipfels reichte.
die abfahrt vom gipfel stellte dann ein einziges feuerwerk feinster singletrails dar. zu anfang steil bergab durch latschenkiefern, danach ein enger kurviger trail an der hangkante entlang, der zum schluss immer steiler hinab zum wetterkreuz oberhalb tramin führte. und auch der weitere wegverlauf ließ nichts zu wünschen übrig. ein waldweg, der so ein mittelding zwischen schlechtem schotterweg und wurzeltrail war leitete uns hinüber zum grauner joch, wo direkt der finale traildownhil anstand. ein singletrail der extraklasse, der immer wieder die schotterstraße querte und bis nach graun hinab leitete.
dort genehmigten wir uns erstmal im gasthaus marianne einen kaffee bevor wir über den lochweg (wieder ein supertrail, diesmal verblockt mit netten felsstufen) nach kurtatsch zurückfuhren.
alles in allem ein tour, die jeder mountainbiker, der trails liebt gefahren sein muss.
die route
die tour ist im bikeführer südtirol von frank klose beschrieben (erschienen im pietsch verlag). wir änderten sie allerdings etwas ab. so fuhren wir auf den kleinen asphaltsträschen zum kalterer see und zur standseilbahn. in graun folgten wir dann nicht der weiter beschriebenen route durch das höllenbachtal, sondern fuhren in graun auf den lochweg ab (markierung nummer 5) und hileten uns dann an die wegweiser richtung kurtatsch
strecke:
ca. 45 km und 1200 hm
karte:
kompass karte 74: tramin/termeno cavalese