der erste tag

gelungener auftakt

nach einem ganzen tag regen (der ostersonntag war ein richtig trüber tag!) schien am montag dann doch noch die sonne - und wie. es sollte ein richtig warmer tag werden. wir entschlossen uns für eine etwas größere runde über die manie nach spotorno und über den bric colombino und das val ponci zurück.

auf der uferstraße ging es erst mal gemütlich (nun gut, christian definiert vielleicht gemütlich etwas anders...) nach varigotti, wo wir die auffahrt auf die hochebene angingen. die gemütlich beginnende auffahrt wurde alsbald zu einer steilen betonrampe, die uns doch noch spüren ließ, dass es erst ende april war und der winter länger war als erwartet, aber wir sind hochgekommen. nach einer gemütlichen fahrt auf schotter richtung capo noli bogen wir dann in den ersten trail des tages ab. erst mal zu einem kleinen aussichtspunkt mit toller sicht auf noli und spotorno und dann steiler und recht eng bergab. ein italienisches ehepaar erzählte uns oben noch was von rocca und 2 stunden marschieren, wir ließen uns jedoch nicht abschrecken und los gings. und das teil hatte es in sich, stufig, teilweise ziemlich steil über recht große felsstufen bergab. mir zog es dann irgendwann das vorderrad weg und ich landete neben dem weg im gebüsch. lutz der etwas hinter mir fuhr war von dem anblick so überrascht, dass er auch noch fast vom bike gefallen wäre, aber letztendlich ging alles gut und nach kurzem ausklopfen ging es dann weiter bergab. hut ab vor den bikern, die dieses teil komplett im sattel bleiben!

in noli konnten wir uns dann erst mal auf der uferstraße bis spotorno wieder etwas ausruhen bis wir dann den zweiten anstieg des tages in angriff nehmen konnten. hoch zum bric colombino.
ab dem agriturismo mae vigna wurde die auffahrt langsam grenzwertig, erst mal wieder die bösen betonrampen und dann eine ausgewaschene schotterrampe, die nicht minder steil war, dafür aber in der länge nichts zu wünschen übrig ließ!

endlich auf dem grat angekommen ging es dann in lockerem cross-country stil weiter, allerdings immer wieder durch steile rampen unterbrochen. dann erreichten wir den wanderweg, der direkt auf den bric colombino führt. der italienische guide aus dem internet beschreibt hier allerdings eine leichtere auffahrt, die wir sofort wahrnahmen, allerdings hatten wir uns zu früh gefreut. die nur anfangs steile auffahrt war dann doch schon wieder so ein heftiges teil, dass wir irgendwann alle schieben mussten. in den letzten kurven ging einem einfach die puste aus. mein gott, das konnte doch nicht die ganze zeit so weiter gehen!!
kurz hinter dem bric colombino machten wir dann unsere wohlverdiente pause (am gipfel selber wären wir zu sehr verstrahlt worden, ein riesiger sendemast ziert diesen hügel).

den gratweg verfolgten wir dann nicht weiter, der wäre immer wieder mit heftigen steilrampen zu einem schiebemonster mutiert, wir nutzten die nordumfahrung, die zwar teilweise etwas feucht vom regen war, aber ohne matsch ist ein bike ja schließlich nicht richtig genutzt...

an der schotterstraße, die vom rocche biance her kommt, begannen wir mit der abfahrt nach magnone. hier bogen wir in richtung friedhof ab und fuhren dann auf eigene faust nach karte auf den bric dei monti. die auffahrt war auch vielversprechend und die aussicht von oben ließ nichts zu wünschen übrig. wir dachten dann auf dem in den karten eingezeichneten wanderweg zu der kapelle, wo der weg ins val ponci abzweigt abzufahren. anfangs sah das ganze auch nach einem schönen trail aus, nach einigen hundert metern verlor sich der pfad jedoch im unterholz. eine spur war zwar zu erkennen, aber statt wanderern waren auf dem weg in der letzten zeit wohl nur noch kleine tiere unterwegs gewesen. wir schoben und zerrten unsere bikes also durchs gestrüpp, immer dem gefühl nach in die richtung, in die wir ursprünglich wollten. dummerweise merkten wir dann auch noch, dass wir unsere macheten vergessen hatten, somit waren wir gezwungen die bikes irgendwie durch das unterholz zu bekommen, was stellenweise bei dem matsch und dickicht gar nicht so einfach war. irgendwie kamen wir aber wieder zu der kreuzung und konnten dann endlich wieder auf die bikes und uns in die letzte abfahrt stürzen.

ein karrenweg, der ins val ponci führt, über die erste römerbrücke und weiter bergab. hier mutierte der weg zu einem pfad mit kleineren steinstufen, ein absoluter traum! über die zweite brücke drüber, noch kurz die warnung eines wanderers wegen viel wasser gehört und dann standen wir auch schon... mitten im wasser. die letzte passage stellte sich als verblocktes feuchtbiotop heraus durch das wir die bikes irgendwie durchmanövrieren mussten. an einer geeigneten stelle hoben wir uns und die bikes dann auf eine oberhalb gelegene wiese und fuhren an deren rand weiter bis wir wieder auf den weg stießen (die geeignetere umfahrung entdeckten wir 2 tage später (s. roadbook).

ab dem beginnenden schotterweg war es dann eine lockere abfahrt bis calvisio und finalpia, wo wir uns erst mal in der non solo bar einen cappuccino und ein eis in der nachmittagssonne genehmigten.
alles in allem ein gelungener auftakt.

die route

0,0
westl. stadttor finale ligure, ri. varigotti auf der uferstraße
4,3
am ortseingang links in die einbahnstraße einbiegen
4,9
an kreuzung links ri. isasco
6,6
an kleinem parkplatz geradeaus auf steilem betonpfad weiter
7,7
auf asphalt weiter geradeaus
9,1
man mündet an asphaltstraße und folgt ihr rechts bergauf
9,55
rechts auf schotterweg (parkplatz, linker, breiterer weg)
11,2
geradeaus auf schotter weiter
11,5
links auf schotter weiter (rechts geht ri. varigotti)
11,9
scharf links auf schmaleren weg abzweigen zu kleinem aussichtspunkt, hier links bergab
12,1
an asphaltkurve rechts bergab auf pfad abzweigen, an pfadgabelung rechts ab, pfad führt bald steil und sehr trickreich bergab (u.u. kurze schiebepassagen)
13,3
links weiter bergab
13,9
in noli links in einbahnstr. weiter dann auf der uferstraße weiter nach spotorno
15,9
in spotorno auf der hauptstr. weiter gerdeaus
17,5
hinter parkplatz links hoch ri. agriturismo mae vigna
17,9
rechts hoch (via loiola) am ende der straße dem schild ri. agriturismo nmae vigna folgen
18,3
links am agriturismo vorbei
20,7
auf sattel links leicht hoch in ri. des gipfels mit den sendemasten)
21,3
scharf rechts sehr steil bergauf bis zum bric colombino (sendemasten)
21,9
auf dem gipfel dem gratweg weiter folgen
23,0
an kreuzung rechts (nicht halblinks die steile rampe)
23,7
linken wegabzweig (zwei rote quadrate)
24,9
an kreuzung rechts/geradeaus
25,5
an gabelung links hoch (2 rote punkte und mtb-schild)
26,1
müdung schotterstraße, links bergab
26,3
geradeaus
27,8
links auf asphaltstraße
28,1
rechts richtung noli
28,4
links ab
28,5
rechts ab (ri. cimeterio)
29,5
an kapelle rechts ab auf karrenweg bergab (linker weg der beiden rechts abzweigenden wege) alternativ für abstecher auf bric dei monti geradeaus weiter auf asphalt bergauf - s.unten
31,3
rechts über die zweite brücke (hier am besten nach der brücke rechts bikes die steilstufe hoichtragen und oberhalb des ufers weiter (weg im bachgrabe sehr verblockt und teilweise überschwemmt (v.a. nach regen)
31,9
geradeaus ri. hof
33,3
mündung an asphaltkehre, bergab
36,2
in calvisio links ab ri. finalpia und von dort zurück zum ausgangspunkt

alternative zum bric dei monti
29,5
an kapelle geradeaus weiter auf asphalt 30,2
links hoch (geradeaus ein tor)
30,45
der linkskurve folgen (rechts führt ein weg bergab)
31,2
rechts hoch zum bric dei monti (aussicht), auf gleichem weg zurück bis zum wegpunkt 29,5 (der auf den karten eingezeichnete wanderweg geradeaus bergab zur kapelle ist verfallen, unfahrbar bzw. ungehbar!!)

strecke:
37,6 km (alternativ 41 km) und 1150 hm
sattelzeit: 3:25:00
höhenprofil (nicht exakt - nur für den ersten eindruck!)

karte:
cartoguide de ALP 2: finales (1:25000)

vom bric colombino ins val ponci

der regen hat aufgehört
die sonne scheint und wir satteln die bikes...

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