mammoth lakes

ein tag im bikepark

mammoth lakes ist eigentlich eher als wintersportgebiet ein begriff. im sommer wird jedoch der berg in einen bikepark verwandelt, der in höhen zwischen 7.500ft und 11.000ft ca.80 miles singletrail bietet. laut der amerikanischen beschreibung in allen schwierigkeitsgraden. nun ja, die rot gekennzeichneten Strecken (velocity und bullet) haben es schon in sich, zumindest velocity - den ich von den beiden gefahren bin - ist technisch durch den rutschigen untergrund recht anspruchsvoll. allgemein ist der boden eine mischung aus sand und kies, teilweise ist hier surfen angesagt, aber technisch sind auch die intermediate-trails meiner meinung nach eher als einfach anzusehen. die trails sind richtige hochgeschwindigkeitstrails und genau dadurch kommt auch der biketechnische anspruch in die geschichte rein. wenn manhier richtig gas gibt, kann man einen tag voller singletrailfun erleben. und das lohnt sich alle mal. bmx rules!

die trailbeschilderung ist eigentlich ganz ok, allerdings an einigen kreuzungen auch etwas unklar. verfahren ist aber eigentlich nicht möglich, alle wege führen zur gondel, ins village oder zumindest zur straße von mammoth village nach mammoth mountain, (uptown oder downtown trail...)

nette strecken:

trailhome
zum eingewöhnen auf den mietbikes. würde ich auch empfehlen, der trail ist easy, aber die bikes eher ziemlich runtergeritten und die bremsen sehr gewöhnungsbedürftig. lieber auf nummer sicher gehen und die erste gondel nur bis zur mittelstation und den einfachen trail zum eingewöhnen heizen.

off the top
schöner highspeed dirt trail, der sich in vielen serpentinen den westhang hinunter schlängelt. weiter unten dann auf den beach cruiser wechseln. ein cross country trail, der sich durch wald schlängelt, sehr nett. in dessen verlauf links den schildern enhanced terrain - X folgen. ist zwar nicht wirklich enhanced aber technisch dann doch etwas anspruchsvoller und von daher ganz nett.

skid marks
eine lange teils etwas verblockte serpentinen abfahrt auf dem osthang des mammoth mountain. immer wieder tolle blicke zum lake mary und richtung mono lake, allein schon diese aussicht lohnt sich hier entlang zu fahren. im weiteren verlauf hat man dann die wahl weiter abzufahren (richtung mammoth village) oder auf bridge the gap zu wechseln. diese bedeutet ein kurzes stück bergauf, ist aber nicht tragisch. am ende trifft bridge the gap auf break through, der durch den wald in serpentinen hinabführt. An einer der folgenden kreuzungen sollte man auf jeden fall auf seven bridges wechseln. dieser trail führt durch eine trockenes bachbett und überbrückt den losen schotter und das geröll immer wieder mit kleinen holzbrücken. ein netter trail! ricochet, der am beginn von seven brideges abzweigt ist auch ganz nett, kürzt jedoch den hauptteil der brücken ab, wenn dann sollte man die strecke zweimal fahren! unten dann kurzes stück auf uptown bergauf zur gondel.

kamikaze downhill
kamikaze ist ein reiner schotterdownhill, bei dem man richtig speed machen kann, durch querrillen und immer wieder stellen mit tiefem sandigem schotter wird die sache dann schon ganz schön zum adrenalinkick... eine weitere möglichkeit hier besteht darin auf gravy train abzuzweigen (vom kamikaze aus nicht beschildert und relativ leicht zu übersehen, von daher obacht!), der schön an der hangkante entlang führt (technisch unproblematisch). dann kann man links auf ... abzuzweigen, dieser bringt einen in langen serpentinen durch den wald bergab und trifft unten wieder auf den kamikaze, der zur gondel zuurückführt.

velocity
von der mccoy station auf jeden fall probieren: velocity downhill, eine weltcup downhill strecke, die schon eher anspruchsvoll ist. am anfang ist die streckenführung etwas chaotisch, da im tiefen sand-schotter mehrere wege den hang bergab durch den wald führen. einfach den nehmen, der einem am besten gefällt, die einzelnen pfade führen unten eh wieder alle zusammen. es gibt einige steile stufige stellen, die durch den ausgewaschenen untergrund interessant werden. eine nette holzbrücke ist auch mit drin und zwei sprungkombinationen, die ich allerdings umfahren habe, die waren dann doch etwas herbe (bin ja kein downhiller...), aber wer es sich richtig geben möchte - nur zu! have fun.

sonstige infos:

adventure center:
bikepark benutzung mit mietbike kostet 63 dollar pro kopf für ganzen tag, halber tag mit bike kommt auf 53 dollar
Bikes: giant warp, unsere waren relativ runter gefahren, aber soweit ok, wenn einen quietschende ketten nicht stören..., die ausstatung war relativ einfach gehalten: acht-fach shimano deore (nicht mal lx!), bremsen: shimano tektro v-brake, die waren allerdings ziemlicher müll, dreifingerbremssystem um einigermaßen zum stehen zu kommen, aber man gewöhnt sich an alles. als gabel gab es eine rock shox judy xc und als schmankerl eine steife stahlfeder als back suspension, die wirklich ziemlich hart war. alles in allem eigentlich nur baumarkt standard. aber gut, besser als nix und es geht auch der downhill mit den teilen. ausserdem lernt man so sein eigenes bike zu hause doch wieder so richtig zu schätzen...

man sollte schon den ganzen tag rechnen, das adventure center macht um 8:30 auf, man sollte schon um die zeit da sein und das bike mieten und den pass kaufen, einfach damit man den ganzen tag zeit hat und alle trails fahren und genießen kann.
bei kleineren technischen problemen wird einfach das bike oder das teil ausgetauscht, hat bei uns ohne probleme funktioniert.
mit der gondel kann man entweder nur zur mccoy-station (mittelstation) oder ganz rauf auf den mammoth mountain, die letzte gondel auf den berg fährt um 16:30. zusätzlich gibt es einen bikeshuttle von mammoth village, wie oft der verkehrt kann ich leider nicht sagen, da wir den nicht benutzt haben, der letzte fährt allerdings um 17:30.
für einen tag lohnt sich dieser bikepark auf alle fälle. und ausserdem lernt man, dass man auch mit schlechten bikes recht gut die trails runter kommt, also ab in den baumarkt und billige fahrräder gekauft!

Bikeläden:
Adventure Center: hier gibt es bikeklamotten (fox) zu anständigen preisen
Footloose - unten in mammoth village an der main street, nette leute, alles was ein bikeladen braucht, vermieten auch bikes

Unterkunft:
in mammoth village gibt es einige inns, motels, und hotels, die allerdings alle recht teuer sind. wir haben gezeltet auf dem shady rest (gleich nach visitor center an der main street rechterhand, 15 dollar für die nacht, allerdings keine duschen). da wir nach dem bikeparktag nach hause gefahren sind war das auch kein problem, ansonsten muss man schon mindestens 80 dollar (DZ) für eine nacht rechnen. und nicht vergessen beim visitorcenter das gutscheinheftchen mitzunehmen, da bekommt man immerhin kleine preisnachlässe bei den fastfood ketten, oder kleine giveaways in läden. nichts besonderes, aber immerhin.

Essen:
ewig viele restaurants auf main street und querstraßen, teilweise aber recht teuer. wir haben uns mit jack in the box begnügt. leckerer western burger! zum frühstück unschlagbar: das outdoor cafe auf main street (nähe rite aid). typisch amerikanisches breakfast, nette leute, gute atmosphäre, sehr empfehlenswert!

allgemeine infos im internet: www.visitmammoth.com

mammoth lakes

bikepark in 2500 meter höhe
mit kilometerlangen trails und panoramagondel mal was völlig anderes

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off the top

beach cruiser

skid marks

bridge the gap

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seven bridges

velocity

velocity 2