der erste test

den beginn machte die tour aufs trudner horn oberhalb von neumarkt. nach gemütlichem einradeln von kurtatsch aus ging es in montan erst mal bergauf und auf der alten trasse der fleimstalbahn in ständiger gemütlicher steigung hinauf nach kaltenbrunn und weiter nach san lugano. der weg führt idyllisch und sehr gemütlich am südhang des fleimstals entlang, man passiert dabei auch zwei alte bahntunnels, in denen man seinen gleichgewixchtssinn in absoluter dunkelheit testen und zusätzlich sein vertrauen in den weg stärken kann. es herrscht absolute finsternis, aber an jedem tunnel ist ein licht am ende des weges.

in san lugano folgten wir dann der autostraße richtung altrei und zweigten ein kurzes stück weiter auf den weg zur krabes alm ab. hier erwarteten uns dann die ersten kleineren prüfungen des tages. immer wieder steile schotterrampen mit teils doch recht grobem belag. die mühen lohnten sich jedoch, da auf der höhe ein genialer singletrail am hang entlang hinüber zum zisssattel führt. nach aussage einiger südtiroler wandersleute ein schöner steig. und dies hat sich genauso bewahrheitet.

am zisssattel waren die anstrengungen auch schon fast vorüber, nur noch die letzten 350 höhenmeter auf bester schotterstraße hinauf zur malga corno, wo wir uns eine kurze rast inklusive eines schinkenomeletts gönnten. allerdings wurden wir von einem in der ferne haranziehenden gewitter relativ schnell zur weiterfahrt überredet, obwohl die kulisse mit blitzen über den nahen berggipfeln doch recht imposant war.

die weiterfahrt entwickelte sich zu einem absoluten highlight, wir folgten dem fernwanderweg e5, der als eine mischung aus waldtrail und verblocktem karrenweg stets bestens fahrbar bis nach gfrill führt. hier hatten wir zwar kurz eine kleine panne, aber frank war nach seinem ventilabriss am morgen schon geübt im schlauch wechseln, so dass dies uns nicht allzusehr aufhalten konnte. in gfrill schauten wir uns den weiteren wegverlauf über den gfriller sattel auf der karte an und fuhgren los... bzw. versuchten es, allerdings wurden wir nochmals zum reifenwechsel gezwungen, da auch der zweite schlauch von frank sich von seinem ventil trennen wollte und dies auch unverzüglich tat. aber übung macht ja schlieslich den meister! die restlichen meter zum gfriller sattel gingen dann recht schnell, immer wieder von misstrauischen blicken über die schulter begleitet, scheinbar hatte das gewitter die verfolgung aufgenommen. die abfahrt vom gfriller sattel war dann der beste teil des ganzen tages, ein alter, steiler karrenweg, der wieder mal bewies dass mountainbiken eben doch mehr als oberbayerische forstautobahnen zu bieten hat. allerdings fing es während der abfahrt an zu regnen, so dass der untergrund langsam aber sicher immer glitschiger wurde. letzztendlich wurde es somit richtig interessant. und die letzten 50 meter des trails fahren wir dann halt nächstesmal, wenn es wieder getrocknet ist!

die rückfahrt führte uns dann noch zur kanzel, einem imposanten aussichtspunkt oberhalb von neumarkt, wo wir zwar im strömenden regen, aber dennoch gut gelaunt die feuchte aussicht genossen, bevor wir uns in den finalen schotterdownhill stürzten. in neumarkt deckten wir uns dann erstmal mit ein paar getränken für den abend ein und rollten dann gemütlich zurück nach kurtatsch.

eine superrunde, die nach mehr verlangt!

die route

die tour ist im bikeführer südtirol von frank klose beschrieben (erschienen im pietsch verlag). wir änderten allerdings die abfahrt am ende ab. statt nach der abfahrt vom gfriller sattel richtung gschnon abzufahren bogen wir in die gegenrichtung (am asphaltdreieck nach links) ab und folgten dem kurz darauf abzweigenden kanzelweg zur kanzel und weiter bergab bis nach neumarkt.

strecke:
60 km und 1800 hm

karte:
kompass karte 74: tramin/termeno cavalese

aufs trudner horn

der beginn von vier schönen tagen
eine schöne einradelrunde auf die osthänge des unteren etschtals

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