erster tag:

nachdem wir schon länger daran gedacht hatten, wollten wir es dieses jahr endlich mal wahr machen, gemeinsam im winter in die berge. also die schneeschuhe ins auto, und in aller frühe in die dolomiten, genauer ins gadertal gefahren. wir hatten uns als standpunkt campill (longiaru)ausgesucht um von dort tagestouren zu unternehmen. dort angekommen sind wir dann gleich los marschiert unserem ersten ziel dem zwischenkofel entgegen.

ein parkplatz war schnell gefunden und so ging es erstmal gemütlich durch den verschneiten wald aufwärts ins zwischenkofeltal. zwischen beeindruckender bergkulisse zog es sich sehr schattig hinauf ins abgelegene hochtal der zwischenkofelalm (malga antersasc). sobald die malga in sicht war bog unser aufstiegsweg rechts über eine kurze steilstufe hinauf in richtung des zwischenkofels. bei bestem wetter und sonnenschein erreichten wir nach ca. 3.5 h den gipfel und konnten von dort eine tolle aussicht genießen. im norden campill im talgrund und schräg dahinter der beherrschende peitlerkofel unser ziel für tag 3. im süden und südwesten die puez-geislergruppe mit puezkofel und puez-spitzen. bei diesem wetter ein absloutes traumpanorama!

nach ausgiebiger rast machten wir uns an den abstieg wozu wir zuerst den abfahrtshang der tourengeher nutzten bevor wir über den anstiegsweg wieder zur malga antersasc kamen und dann durch das zwischenkofeltal zum auto abstiegen. von dort war es nur ein katzensprung zurück nach campill, wo wir unser zimmer im sanvi bezogen. ein super gemütliches kleines hotel, und das abendessen bei halbpension ist der hammer, wie wir sogleich merkten! die riesenportionen wurden einem von den netten leuten vor ort förmlich aufgedrängt! nach diesem essen fielen wir erstmal erschöpft aber glücklich in unsere betten.

zweiter tag:

der zweite tag sah erstmal etwas bedeckt aus, was uns aber nicht davon abhielt unser zweites ziel, den medalges, einen kleinen gipfel in der kette am nordende des campilltals in angriff zu nehmen. eine gute entscheidung, da kurz nach start das wetter aufklarte und uns einen tag mit blauem himmel bescherte.

der anstiegsweg zieht sich erstmal ein ganzes stück entlang einer rodelbahn, dann wieder teilweise im wald und später am südhang des medalges entlang bis zum kreuzjoch. dort wendeten wir uns rechts hoch immer knapp unterhalb des grates entlang bis zum gipfel.ausser uns war hier schon länger kein mensch ausser einem einzigen schneeschuhwanderer unterwegs gewesen, dessen spuren wir im gipfelanstieg dankbar nutzen konnten. am gipfel eröffnet sich dann wieder ein tolles panorama vom peitlerkofel im nordosten über die puezgruppe bis hin zum sass rigais im südwesten.

für den abstieg wählten wir erstmal wieder die direttisima zum kreuzjoch und dann auf dem anstiegsweg zurück zum auto. da noch etwas zeit war bevor es dunkel wurde und das abendessen serviert wurde, fuhren wir noch nach st. martin in thurn und besuchten im schloss thurn das ladinser museum. ein interessantes kleines museum, das die kultur und geschichte ladiniens zeigt. ein besuch ist das allemal wert und wird hiermit wärmstebs empfohlen! abends dann wieder essen, wie schon am vortag ein highlight!

dritter tag:

ein blick aus dem fenster am morgen und es war klar, das wird heute nix mit dem peitlerkofel. dichter nebel, tiefhängende wolken, null sicht, somit war dieser tag leider nichts für eine bergtour. wir haben uns dann kurzentschlossen noch auf kulturreise gemacht und sind nach bruneck und ins tauferer tal gefahren, wo wir noch schloss taufers besichtigt haben. eine ritterburg wie sie im buche steht, und interessant durch die räume der alten anlage zu schlendern. auch sowas hat in der umgebung seinen reiz. am späten nachmittag ging es dann wieder zurück richtung heimat. leider gingen diese drei tage viel zu schnell vorbei, aber so ist das ja immer.

unterkunft:

gewohnt haben wir im hotel sanvi in campill. eine 1a-unterkunft, die ich nur wärmstens empfehlen kann.

sonstiges:

kulturell waren wir an zwei stellen tätig, einmal das ladinermuseum im schloss thurn in st. martin in thurn und schloss taufers in sand in taufers.

karte:

kompasskarte 56, brixen, bressanone

campill 2006

wiedermal die heiligen drei
optimal für biankas feuertaufe auf schneeschuhen, also ab in die dolomiten!

im einzelnen
campill
vorarlberg
wintertouren 2006
home

alpe andersasc

gipfel

puezspitzen

abstieg

peitlerkofel

aufstieg

am grat

sorbutsch