shit happens - so lässt sich einiges was ende 2004 und anfang 2005 passierte recht kurz und prägnant zusammenfassen. deswegen waren in dieser zeit auch alle aktivitäten nur auf sparflamme. nichts desto trotz habe mich überzeugen lassen, dass für einen kurzen trip nach bozen zeit sein muss, und so bin ich dann mit bianka, christine und lothar nach kurtatsch aufgebrochen um auf dem bike auf andere gedanken zu kommen.
letztendlich vier tage die sich gelohnt haben! dank an euch, die ihr mich eines besseren belehrt habt, biken hat doch was!
die touren waren mehr oder minder die gleichen wie schon 2003 (s. dort), allerdings mit 2 wichtigen neuerungen: die trailabfahrt vom monte corno war diesmal trocken, nicht zuletzt wegen der fehlenden omeletts und des insgesamt stabileren wetters und statt steinmännern in übergröße gab es den versuch einer tour auf den monte dell'orso bei salurn.
hier noch einige allgemeine tipps:
unterkunft:
nachdem der fischerhof ausgebucht war und wir vom wirt dort eine telefonnummer bekommen hatten, kamen wir bei familie peer in einer kleinen ferienwohnung mit frühstück auf der sonnenterasse unter. herrliche lage an der weinstraße unterhalb des weilers entiklar, ein fauler hund und perfektes wetter, was will man mehr? richtig, die telefonnummer. sobald ich die gefunden habe, stelle ich sie auch hier auf die seite, allerdings gebe ich zu, chaos rulez!
touren:
s. 2003, monte dell'orso hatte ich aus dem bikeführer südtirol von oliver renzler, einem buch von 1992, das mittlerweile vergriffen ist (ISBN 3-7634-1076-7, verlag j.berg). sollte jemand das teil noch irgendwo auftreiben, allein die geilen 80er-jahre-flair bilder sind den kauf wert!
da aufgrund einer spontan aufgetretenen kamerafaulheit nicht allzuviele bilder aus diesem urlaub übergeblieben sind (zumindest digital) sind die touren nicht wie gewohnt einzeln aufrufbar. daher beschreibe ich sie hier im fließtext ganz kurz.
monte corno, monte roen und seilbahntrails waren wie im jahr 2003.
monte corno
nachdem wir uns morgens aufgerafft hatten, ging es wie zwei jahre vorher - diesmal allerdings bei besserem wetter - los in richtung montan. die auffahrt über den eisenbahnweg und der folgende anstieg zur malga di corno konnten wir dieses jahr bei sommerlichen temperaturen genießen, nur kurzzeitig unterbrochen durch ein telefonat, in dem mich meine kollegen aus deutschland mit sinnentleerten fragen zur arbeit versuchten zu nerven. dies wurde jedoch kurzentschlossen abgewürgt, das handy ins nirvana verbannt und damit konnte dann dem abfahrtsgenuss nichts entgegenstehen. diesmal in voller länge trockenen rades! inklusive aller technischen passagen wie auch des rasanten schotterdownhills oberhalb der kanzel. die vermutung von 2003 bestätigte sich diesmal vollständig!
seilbahntrails
ein wort: genial! alles andere wurde schon gesagt!
monte roen
nach der tour vom vortag wollten wir es ruhig angehen lassen. betonung liegt auf wollten...
monte roen war angedacht, aber als wir in kaltern an der standseilbahn ankamen, mussten wir feststellen, dass die aufgrund von wartungsarbeiten geschlossen war. es blieb uns also nichts anderes übrig als auf der passstraße nach oben zu treten. nun ja, auch das war kein wirkliches hinderniss und oben erwartete uns dann die traumtour zum monte roen und die geniale abfahrt hinunter nach kurtatsch. den lochweg ließen wir dieses jahr dann aus und fuhren stattdessen eine genial schnelle (zwar asphalt aber spaß) abfahrt nach entiklar runter, die einen schönen abschluss für einen gelungenen tag bildete.
monte dell'orso
dies war die neue tour im programm. wir also los und dachten nichts böses, war die ansage im bikeführer (der oben erwähnte vergriffene 80er jahre schmöker) mit "der 6er nach gfrill" recht harmlos. dieser weg stellte sich jedoch als absolutes horrorszenario heraus. anfangs ein harmloser schotterweg, alsbald ein steiler plattenweg, dann gepflastert und noch steiler... erst dachten wir - geht schon, aber dann kam es richtig! sausteiler ausgewaschener karrenweg im wald bergauf, als abfahrt wohl absolut genial, aber als uphill, naja bin ja schon so einiges gefahren, aber das ding... naja nach 3 stunden schieben tragen u dvor allem fluchen waren wir dann relativ fertig in gfrill und wollten den e5 angehen. dieser wanderweg stellte sich im weiteren verlauf als zwar genialer aber doch auch recht anspruchsvoller trail heraus. iúnter anderen umständen sicherlich ein riesenpaß, aber mit pudding in den beinen war es eine qual. wir brachen dann vorzeitig ab und sind einen forstweg abgefahren, der aber mitten im hang aufhörte, und als verwachsener trail durch neue gerodetes land führte bis er als verwachsener und mehr oder minder aufgegebener fahrweg weiter führte. immerhin haben diese passagen dann noch spaß gemacht. insgesamt gesehen wohl schon eine gute tour, wenn man die auffahrtsvariante anders wählt oder aber den 6er als downhill wahrnimmt.
vielleicht gibt es ja 2006 eine neuauflage dieser pfade in der ein oder anderen form, schaumermal!